Die Online-Zugabe

www.onelastsong.de

Die Online-Zugabe Headerbild

Fall of Efrafa w/ Morne, finisterre & decleyre, AZ Aachen, Aachen, 27.08.2009

September 20th, 2009 · Konzerte Twittern!

Die Zeit für große Ausreden ist vorbei, von daher wird dieser Teil nur kurz angesprochen. Wenig Zeit und wenig Lust zum Schreiben und allgemein auf Konzerte führten dazu, dass sich hier kaum etwas tat. Ich gelobe Besserung.

Fangen wir doch direkt mit einem des besten, subjektiv geschätzten, Konzerts dieses Jahres an. Fall of Efrafa im Autonomen Zentrum Aachen. Die Geschichte um diese Band aus Brighton, England, ist gar nicht so schnell erzählt. Diese Band, um nicht zu sagen „Konzept-Band“, spielt einen großartigen, einzigartigen Mix aus Post-Hardcore, Crust, Sludge und Metal. Perfekte Einschlafmusik also. Warum Konzept-Band? Die drei Alben der Band orientieren sich inhaltlich an dem Roman „Unten am Fluss“ (Watership Down) von Richard Adams, in dem Efrafa ein faschistischer Staat in der Hand eines Diktators ist. Dabei ist Efrafa die Herrschaft der Menschheit über den Planeten und Owlsa (der Name ihres Debutalbums) die Natur. Ihre eigene Interpretation der Geschichte wird in der Trilogie ihrer Alben erzählt, auch bekannt unter dem Namen „The Warren of Snares“: Owsla – der Beschützer, Elil – der Feind und schließlich Inlé – der Tod. So war das Ende der Band in seiner Konsequenz vorbestimmt. Nachdem sie ihr letztes Album auf Denovali herausgebracht haben, begeben sie sich auf ihre letzte Tour und trennen sich danach. An diesem Abend machten sie Halt in Aachen.

Hatte ich die Lokation noch etwas kleiner beim Amanda Rogers Konzert in Erinnerung, so fand das Konzert in einem neu ausgebauten, viel größerem Raum statt. An diesem Abend standen insgesamt vier Bands auf dem Programm. Die erste Band, decleyre, spielten in einem ungewohnten Line-Up. Ein Schlagzeuger, ein Gitarrist, ein Frontmann und eine Frontfrau. Heraus kamen ziemlich chaotische, wütende Hardcore-Stücke mit wechselndem Gesang/Geschrei auf Englisch und Deutsch. Beindruckend im ersten Moment, im zweiten ziemlich begeisternd. Hinzu kam, dass der Soundmann wohl ziemlich schlechte Ohren haben musste, weil die Anlage fast bis auf Anschlag aufgerissen war und es von der Lautstärke her fast nicht auszuhalten war. Da nützte auch der beste Gehörschutz nichts.

Die zweite Band, finisterre aus Köln, bewegte sich eher im Crust-Punk-Bereich. Ebenfalls mit Frau am Mikrofon, waren nicht nur die Stücke, sondern auch die Stimme der Sängerin etwas düsterer und schleppender. Leider nicht ganz so mein Fall.

Dritte Vorband waren Morne aus den USA, aktuelle Tourbegleitung von Fall of Efrafa. Sehr, sehr düsterer Sound, mit Sludge-, Metal- und Hardcoreanschlag. Sehr atmosphärisch und schon sehr gut einstimmend auf die Hauptband. Da kam schon eine ordentliche Ladung Wut wuchtig aus den Boxen, gekoppelt mit wabernden Parts, nur um dann in einem finsteren Donner wieder zu explodieren. Selten bekam ich fast Angst ob der Musik.

Kurz vor um 24 Uhr betraten dann Fall of Efrafa die Bühne. Normalerweise spielen sie nur das jeweilige Album auf einem Konzert, was bei „Inlé“ mit einer der Spieldauer von 79 Minuten gut für einen kompletten Auftritt gereicht hätte. Die ersten vier Lieder waren auch von besagter Platte, unfassbar ergreifend gespielt und dargeboten von den fünf Engländern. So beeindruckend hat seit langem keine Band mehr gespielt. Bis in die kleinsten Kapillaren dringt ihr Mix aus Post-Hardcore, Post-Metal und Sludge hinein und hindurch. Schon in den ersten, noch ruhigen Minuten verstimmten die letzten Gespräche und dem Publikum blieb nichts weiter übrig, als fast erschlagen zu werden von den wuchtigen Ausbrüchen der Band. Sänger Alex arbeitet neben der Band als Künstler und Illustrator, und sieht man seine Arbeiten, so kann man die Dunkelheit und die Gedanken in seinem Kopf erahnen. Diesen Gefühlen lässt er auf der Bühne freien Lauf. Augen zu, Hölle und durch. Nach circa einer Stunde voller Ekstase und darauf folgendem, nicht endend-wollendem Applaus, kam die Band für weitere zwei Stücke auf die Bühne. Zum Glück, denn normalerweise spielt die Band keine Zugaben. Das erste Stück, „The Fall Of Efrafa“ war schon genial, „No longer human“, ein Monstrum von 20 Minuten Länge, ein Stück Ewigkeit. Danke für eins der besten Konzerte des Jahres!

Setlist:

  • Simulacrum
  • Republic Of Heaven
  • Woundwort
  • The Sky Suspended
  • The Warren Of Snares
  • Last But Not Least
  • The Fall Of Efrafa
  • No Longer Human

Letzte Möglichkeit, Fall of Efrafa in Deutschland zu sehen, ist das Denovali Swingfest in Essen am 21. November – ein Muss für jeden Fan dieser Musik. Noch gibt es Karten, also hin!

Weiterführende Links:

decleyre Myspace
finisterre Myspace
Morne
Fall of Efrafa

→ 6 CommentsTags: ···

Tiger Lou – Doch keine Auflösung

Juli 28th, 2009 · Allgemein, Sonstiges Twittern!

Gerade auf der Tiger Lou Homepage einen erklärender Beitrag zum Thema “Trennung” gelesen:

Just wanted to make one thing clear to all y’all: Tiger Lou is NOT going to brake up. We are simply going to take a long brake for a couple of years, in order to pursue some of the other options our lives might have to offer. I found this clip on YouTube the other night, and thought it might be a good thing to clear this up. It feels cheap to let people think that our next three shows are going to be our last, as they are not. I have a lot of new Tiger Lou songs in the works, and have every intention of recording them one day. Just not now. I’m in a desperate need to do something else, as are the rest of the band. So, please come join us for these three shows, but know that they are not going to be shows of farewell, but rather shows of warmth and welcome. That’s all people. See ya there!

Das sind doch mal gute Nachrichten! Anyway, wir schauen sie uns trotz allem beim Rocken am Brocken Festival an. Das wird ein Spaß!

→ No CommentsTags:

… all good things come to an end

Juli 12th, 2009 · Allgemein, Sonstiges Twittern!

Was musste ich da gerade auf der Tiger Lou Homepage lesen? Sie geben ihre Auflösung bekannt!

What is finally dawning on me is the fact that the Tgr Lou saga is soon coming to an end. Last weekend we played our last two shows in Sweden, for what might just turn out to be; forever. Or at least for a few years. We have three more shows to go in Germany at the end of July, and then we’re off doing whatever it is we do, on a given normal day, for a very long time. It’s been a great run, and I’m completely in love with the guys in the band and our whole crew! Touring has never before been so fulfilling, and I have never felt more comfortable on stage, off stage, backstage, in the bus or during the day. And I feel that I speak for everyone in the band, when I say that our last shows have been our best ones. Playing is just easy – you know?! To me, that’s the greatest feeling to experience up on stage. That playing is just like breathing, or swimming, or running, or fucking, or dancing, or punching. Fun, natural and invigorating. I wish I could bottle that energy, and just take small little sips during the bad days!

Nein! Eine meiner absoluten Lieblingsbands. Stetig gewachsen über die letzten Jahre, unvergessliche Live-Shows, Charisma, perfektes Songwriting. Einfach ein Stück Herz.

Alle weiteren Infos hier.

Drei Dates in DE spielen sie noch, unbedingt.unbedingt.unbedingt hingehen, falls die Möglichkeit besteht:

30.07.2009: KFZ / Marbug
31.07.2009: Rocken am Brocken / Sorge
01.08.2009: Appletreegarden Festival / Diepholz

→ No CommentsTags: