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Winter took his life w/ Cedarwell & Madamm, King Georg, Köln, 16.11.2009

November 18th, 2009 · No Comments · Konzerte Twittern!

Konzertflyer

Konzertflyer

Kleine Konzerte sind immer die besten. Gering besuchte, in winzigen Clubs oder Bars, mit wenig Platz, aber viel Raum für Charme und schöne Momente. So geschehen am Montag, im gerade relativ angesagten King Georg am Ebertplatz in Köln. Am Wochenende herrscht regelrecht Hochbetrieb, was sich in Schlangen vor dem Einlass und mit Einlass nach Erlaubnis zeigt. Aber am Montag war das nicht so. Geschätzt 25 Menschen gesellten sich in das ehemals zwielichte Etablissement. Ein Schweden-USA-Schweden-Trio hatte geladen. Susanna Brandin alias Winter took his life, Erik Neave alias Cedarwell und Tammy Madamm aka Madamm. Göteburg-Sheboygan (Wisconsin)-Göteburg. Frau-Mann-Frau. Wie auch immer – die Mischung war sehr gut. Winter took his life dürfte dem geneigten Hörer durch ihre gemeinsame CD mit Björn Kleinhenz bekannt sein (Blood bone / Home alone 2). Ursprünglich sollte die Schwedin Hajen den Part neben WTHL und Cedarwell übernehmen, sie war jedoch krank und blieb in Schweden.

Was war das also für ein Abend? Anfangs dachte ich, dass die drei nacheinander auftreten würden, dem war aber nicht so. Aus drei mach eins hieß es. Ein Kollektiv dreier wunderbarer Singer / Songwriter, die ihre Lieder abwechselnd und miteinander vortrugen. Ganz zurückhaltend wurde noch beim ersten Lied gespielt und gesungen. Keyboard, Schlagzeug, eine Art Glockenspiel, Akustik- und E-Gitarre wurden rotierend bespielt, jeder durfte mal an das Mikrofon, oder auch alle gleichzeitig. Spätestens jedoch beim zweiten Lied, „Untitled“ von Cedarwell, wurde es etwas lauter und emotionaler. Doch wurden die Lieder nie zu laut; manchmal aber, speziell bei den Liedern von Madamm, wurde es rockiger und aufbrausender. Sie gefiel mir leider mit ihrer Stimme nicht so ganz – erinnerte sie mich doch zu sehr an Sheryl Crow und an eine dreckige, versiffte USA-Bar mitten im nirgendwo, wo eine Country-Sängerin vor einem besoffenen Publikum auftritt. Oder der Garage-Rock-Stil ist einfach nicht meins. Besonders begeisternd war Cedarwell. Er ist so ein Sänger, der allein mit seiner Stimme so viel Raum einnimmt, dass man sich von so viel Schönheit fast überwältigt fühlt. Manchmal zitternd, manchmal überschlagend, manchmal lauter, doch immer ergreifend. Kleine Kostprobe gefällig?

Cedarwell – Burn Up The Sky:Which One?

Winter took his life spielte neben den Liedern auf der Gitarre auch ein paar Balladen auf dem Piano, obwohl sie nach eigener Aussage gar kein Piano spielen kann. Auch sie hat so eine Stimme, die fesselt und träumen lässt. Alle drei Stimmen zusammen ergaben den perfekten Sound für diesen Abend. Zum Schluss wurde sogar noch die Ukulele herausgekramt und ein paar Lieder auf ihr gespielt – sehr zum Entzücken des Publikums. Noch flugs die Setliste ergattert und mit beruhigtem Herzen nach Hause. Fehlten eigentlich nur noch die Schneeflocken.

Setliste:

  • Lucky star
  • Untitled
  • Secret girl
  • Harbor boogie
  • Valsen
  • You, you, you
  • Nothing ever…
  • Lost me
  • Who to blame
  • Santa
  • When you said you headed home
  • Burn up the sky
  • Wisconsin skies
  • Lately I’ve been so blue
  • You aren’t enough

Links:

Winter took his life Myspace
Cedarwell
Madamm Myspace

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