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The Samuel Jackson Five, Café Steinbruch, Duisburg, 30.10.2008

November 1st, 2008 · 1 Comment · Konzerte Twittern!

Der Tag begann stressig. Erst studieren, dann nach Düsseldorf zum Vorstellungsgespräch düsen und danach Katrin auf Arbeit besuchen. Darauf dann folgender Dialog:

Katrin: “Magst du mitkommen nach Duisburg ins Steinbruch?”
Marko: “Wer spielt denn da?”
Katrin: “The Samuel Jackson Five…”
Marko: “Was machen die denn für Musik?”
Katrin: “Hmm, instrumenteller Post-Rock, mit Jazz- und Progressive-Anschlägen.”

Hadern, nachdenken, schließlich und endlich doch mitfahren. Und ich sollte es nicht bereuen. Angekommen im sympathischen Café Steinbruch aßen wir zuerst eine größere Kleinigkeit, Christian kam noch dazu und später gingen wir in den argh kalten Konzertraum. So wie die Veranstalter an den Ticketpreisen sparen, könnten sie gern auch mehr in die Heizung investieren… Der Raum war mäßig gefüllt, geschätzte 30 Leute, wobei ich das Gefühl hatte, dass von diesen Leuten noch einmal fast ein Drittel zur Vorband gehörte.

Apropos Vorband: Volvo Penta aus Mülheim an der Ruhr. Schon etwas ältere Herren, welche düsteren experimentellen Rock spielten. Auch noch nie erlebt: Nach dem vierten Lied gab der Bassverstärker nur noch Pfeiflaute von sich, bis er dann völlig seinen Geist aufgab und abrauchte. Im wahrsten Sinne des Wortes! Noch eine Sache zu den erst beschriebenen “Fotografen”. In einem fast komplett dunklen Raum mit Blitz zu fotografieren, und das bestimmt zehn Mal pro Lied, grenzt an Augenvergewaltigung. Bitte das nächste Mal ein wenig Rücksicht nehmen.

Kommen wir zu The Samuel Jackson Five. Ehemals wohl ein Drum ’n’ Bass-Projekt, so spielen die vier Norweger heute doch etwas andere Musik, siehe Katrins Beschreibung. Sie hatten neben den Stücken ihrer älteren Alben auch Lieder ihr drittes Albums namens “Goodbye Melody Mountain” im Gepäck. Verhaltener Anfang, aber darauf folgte eine Explosion innerhalb weniger Sekunden. Diese Band war und ist ein Groove-Monster!

Kurz innehalten und zurückschlingern, um dann wieder die Groove-Keule auszupacken. Warum das Wort “Groove” jetzt erhäuft fällt? Weil es das Wort ist, welches die Band am besten beschreibt, und Lieblingsmusik eh.

Da wurde mit dem Stick auf dem Becken gekreiselt, Orgeltöne erklangen, ein Xylophon und eine Rassel auch. Es wurden die Instrumente gewechselt, auf Minitrommeln ekstatisch gespielt, und Samples vom Band eingespielt. Das alles in solcher Harmonie und in einem Fluss, der ständig weiterrockte und nur in wenigen Momenten zur Ruhe kam. Die Beine zappeln, der Kopf schwingt mit und ein Grinsen auf dem Gesicht. So muss das sein!

Jetzt, nach dem Hören auf Platte, kommen die gehörten Stücke viel ruhiger und entspannter rüber. Längst nicht so rockig wie auf dem Konzert. Das gibt aber keine Minuspunkte, eher Pluspunkte für den Auftritt. Definitiv live zu empfehlen! Danke für’s überreden, das hat gut getan!

Letztes Lied: Keine Ahnung!1

Links:
Volvo Penta
The Samuel Jackson Five

  1. Neue Band, keine Recherchemöglichkeit, schlechtes Erinnerungsvermögen – verzeiht. []

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One Comment so far ↓

  • tooslow

    auch mal was neues, zu kalt im konzertsaal, statt zu warm. wäre mir fast lieber so. und das klingt doch interessant, muss die band mal antesten.

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