The Casting Out? Wer? Ob nun gehypt oder nicht – vor ein paar Wochen war mir diese Band nur ein Begriff, aber seitdem ich die selbstbetitelte EP bei Stefan hörte, wollte ich sie unbedingt sehen und wieder und wieder hören. Der LP-Kauf war schnell erledigt, nun hieß es nur noch auf das Konzert warten.
The Casting Out – das sind Nathan Gray von den grandiosen boysetsfire, Lee Dickerson, Jack Fusco, Chris Rakus und Pat Cook. Leider ist die Sängerin Darby DiNatale nicht mehr mit dabei, sowie der boysetsfire-Gitarrist Joshua Latshaw. Die Band hat weniger mit der Musik von boysetsfire zu tun, als vielmehr mit Upbeat-Rock, Folk, Indie und guter Laune. Schon im Februar diesen Jahres waren sie auf Tour, dieses Mal hatten sie ihr neues Album “Go crazy! Throw Fireworks!” im Gepäck.
Mehr als 60km und einer elendigen Suchfahrt nach Parkplätzen später, kamen wir am Musikbunker an – wahrlich nicht die hübscheste Location die Aachen zu bieten hat, aber noch okay. Dafür war sie schon gut gefüllt und wir verpassten auch die erste Vorband The Six Bullet Plan, welche schon mit dem Abbau beschäftigt war. Schnell ein paar Bier geholt und auf die zweite Vorband namens Red Tape Parade aus Bayern gewartet. Da es ihr letzter Auftritt auf dieser Tour als Support von The Casting Out war, war es eine Erfrischung, die Band zu sehen. Sie machten und hatten zwar gute Laune, aber musikalisch kam es mir so vor, als wussten nicht so recht wohin. Ob nun eher in die Punkrock-Ecke oder doch eher Hardcore? Keine Ahnung. Ganz gut soweit, mehr aber auch nicht.
Gegen 22.30 Uhr ging es dann los. Die Setlist habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber die meisten Lieder kamen natürlich von der EP und ein paar neue Stücke vom Album. Das Piano und die Stimme von Darby DiNatale vermisste ich zwar schon, aber allein Nathan Gray machte diese Lücke mehr als wett. Der geborene Animateur. Und so dauerte es nicht lange, bis das Publikum anfing mitzusingen, zu tanzen oder zu hüpfen – gute Laune am Fließband. Nathan fand später Gefallen an einem Mann im Publikum mit artig gepflegter Afrofrisur, welcher sogar einen Kamm in Größe XXL mitgebracht hatte. Augenbrauen hochziehen, Schulter zucken und weitermachen.
Eine Zugabe gab es leider nicht, soviele Lieder haben sie dann doch noch nicht in peto. Nicht weiter schlimm, überzeugten sie auch mit wenigen Titeln. Unbedingt zu empfehlen, klasse Liveband!
Letztes Lied: Quixotes Last Ride
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yeah. der mann war echt der hammer. allgemein das konzert auch. leider kannte ich die platte im vorhinein nicht, so wie manch anderer