Vorfreude, schönste Freude auf die Band aus Kalifornien. Noch dazu im gefühlt schönsten Konzertveranstaltungsort Kölns – im Gloria. Gut gefüllt und ausverkauft war das Konzert. Wer bei Ebay noch eine Karte ersteigern wollte, musste teilweise Höchstpreise von 101€ für eine(!) Karte zahlen.
Vorband waren Long Distance Calling aus Münster/Dortmund/Mannheim. Nach einigen Empfehlungen aus dem Freundeskreis und der leider verpassten Chance, sie damals als Vorband von 65daysofstatic zu sehen, war es nun endlich soweit. Es mag vielleicht Absicht gewesen sein, dass die Gitarren eher in den Hintergrund traten, denn der Drummer legte ein Spiel zutage, das seinesgleichen suchte. Drecksauschlagzeuger – wie ein Freund jetzt sagen würde. Sehr schön! Der düsterere Sound der Band, der mich stellenweise an Isis erinnerte, bot endlich mal eine willkomme Abwechslung zum typischen Laut/Leise-Einheitsbrei der vielen Post-Rockbands.
Auch wenn das Konzert nun schon ein paar Tage her ist, hängt es mir immer noch in den Ohren. Sah man auf dem Bandbanner zwar Schoten und Erbsen, so war doch jeder Song eine Perle für sich. Ob nun der mit zwei Saxophonisten vorgetragene “Symbol Song” und den nicht zu fehlenden “Bug Eyes” oder “Ode to the Sun” – Dredg spielten mit solcher Brillianz und fast grenzwertigem Pathos. Alles passte. Sound, Band, Location. Während der Pausen zwischen den Liedern und auch mittendrin schrieb Gavin Hayes immer wieder auf einer alten Schreibmaschine ein paar Wortfragmente und schmiss die Zettel dann in das Publikum. Zu gern würde ich wissen, was auf diesen gestanden hat. Es können nur wunderschöne Momentgedanken gewesen sein.
An die neuen Lieder muss man sich vielleicht noch gewöhnen – warten wir auf das Album im Februar ab, vielversprechend waren die Songs auf jeden Fall. Beeindruckte mich der Drummer Dino Campanella nicht schon während des Konzertes mit seinem enormen Stickverbrauch, so war die Zugabe begeisternd: Mit umgebauten Wii-Sticks ging er durch das Pubklikum und spielte sein Luftschlagzeugspiel. Aus jedem leichten Schlag wurde ein Bassdrumgeräusch, aus jedem schnelleren ein Hi-Hat-Rascheln. Wie genial war das denn bitte?
Links:
Long Distance Calling
Dredg

*unterschreib*
hat der Marko mal wieder fein geschrieben und mich an einen schönen abend erinnert
Ich wollte auuuch einen Zettel…Sie hatte mehr Glück.
Argh… Neid! Und noch dazu einen Drumstick :-/
Blickwinkel « Samureimut’s Weblog // Sep 11, 2008 at 18:04
[...] Hier noch ein paar Reviews der Konzerte: xredstarx, Berlin metal-aschaffenburg.de, aschaffenburg Hammer, Hamburg Corvonism, Hamburg onelastsong.de, Köln [...]
Ich beneide dich… wär auch so gerne hin! :/
Warum konntest du denn nicht?