Thrice ist eine der wenigen Bands meiner All-Time-Favorites, die ich bisher noch nicht live gesehen habe. Gestern war es dann soweit. Leider spielten sie nicht in der Nähe von Köln, sondern in Münster. Somit mussten also Morris, Stefan, Thorben und ich den weiten Weg in das Münsterland antreten.
[privater Kram an] Vor dem Konzert liefen wir noch ein wenig durch die Stadt und wurden von einem fiesen Regen erwischt. Na toll. Klitschnass und leicht genervt kamen wir dann gegen 20 Uhr an der Sputnikhalle an und wurden von einem lustigen Türsteher begrüßt. Dieser hatte wohl an die hundert verschiedene Begrüßungssprüche auswendig gelernt. Sehr amüsant! [privater Kram aus]
Die Vorband Waterdown spielte schon. Wir sahen sie vor ein paar Jahren in Rosswein und wussten somit um die Fähigkeiten dieser Band. Diese haben sich auch nach Jahren nicht verbessert und somit schenkten wir uns die Band und nahmen lieber auf einem der Sofas Platz und quatschten. Klingt langweilig, war aber besser als diese schlechte Band zu sehen.
Nach einer gefühlt endlosen Umbaupause traten dann gegen 21.30 Uhr endlich Thrice auf die Bühne. Das Gerücht, dass die das komplette Alchemy Index-Set spielen sollten, bestätigte sich dann doch nicht. So begannen sie mit „All that’s left“ – welch perfekter Start für den Abend! Mit Silhouette folgte eines meiner weiteren Lieblingslieder der „The Artist in the Ambulance“. Darauf folgte ein geniales „Firebreather“, bei dem ich fast das Intro nicht erkannt hatte. Welch Schande bei diesem Riff!
Da die Setlist später folgt, hier nun ein paar allgemeine Worte zu dem Auftritt. Die Band spielte, wie ich fand, einen gelungenen Mix aus älteren Hardcore-Tagen und neuerem experimentellen Sachen. Klanglich sehr gut abgemischt konnte die Band lostreten oder gefühlvolle Lieder wie „The Whaler“, „Come all you weary“ oder „Broken Lungs“1 spielen. Wunderschön auch die Stimme des Sängers Dustin Kensrue: kraftvoll, einfühlsam, bewegend.
Besonders witzig fand ich auch den Schluss des Abends: Nach dem imposanten „The Earth will shake“ traten sie nach tosendem Applaus auf die Bühne und wussten nicht so recht, welches Lied sie spielen sollten. Anscheinend rechnete der Bandmitglieder niemand damit, dass sie eine Zugabe spielen sollten. Falsch gedacht. Es folgte das geniale „Cold Cash and Colder Hearts“ und alle waren glücklich. Wir auch. Da haben sich die 320km von Köln nach Münster und zurück auf jeden Fall gelohnt. Perfekt! Jemand anderer Meinung?
Hier noch die Setlist:
- All That’s Left
- Silhouette
- Firebreather
- Digital Sea
- The Messenger
- Of Dust and Nations
- For Miles
- The Whaler
- The Earth isn’t Humming
- The Artist in the Ambulance
- Broken Lungs
- Stare at the Sun
- Hold Fast Hope
- Daedalus
- Deadbolt
- Red Sky
- Come All You Weary
- The Earth Will Shake
- Cold Cash and Colder Hearts
- mein persönlicher Favorit des Abends [↩]

Die Songauswahl gefiel mir sehr gut. Allerdings fand ich den Sound und vor allem die Sputnikhalle selber nicht sonderlich gut.
Ich habe mich gefreut dass sie Daedalus, Come All You Weary und Broken Lungs gespielt haben. Mit den alten Hardcore Sachen aus der Zeit vor The Artist in the Ambulance und dem damit einhergehenden Crowdsurfing an dem Abend konnte ich allerdings weniger anfangen.
Ich würde mir die Jungs sehr gerne nochmal unter besseren Bedingungen ansehen, zumal ich The Alchemy Index für ein großartiges Werk halte welches eine angemessenere Aufführung verdient hätte (das Gloria in Köln vielleicht?).
Insgesamt hat sich die Fahrt aus dem westlichen Ruhrgebiet für mich aber auch gelohnt. Wer weiß wann die nochmal in der Gegend sind…
Da stimme ich dir in fast allen Punkten zu. Die Sputnikhalle an sich war ein Graus und der Standort der Bühne auch schlecht gewählt.
Crowdsurfing: Unangebracht und nervig.
Das Gloria wäre natürlich die beste Location für so eine Band. Oder vielleicht sogar das komplette Alchemy Index-Set.
Vielleicht irgendwann
hej du journalist,
ich weiß, dass die band die heute sich heute waterdown nennt nah an der grenze zu furchtbar ist, aber hör dir mal das, noch in originalbesetzung aufgenommene, debutalbum (never kill the boy on the first date, 2001) und die split mit by a thread (2002) an.
..und fang dann mal an zu relativieren, ey!
liebe grüße,
daniel
Hey du Daniel!
Ich kenne und mag die beiden Alben/Eps sehr, ja. Aber was Waterdown halt jetzt machen ist unter allem musikalischen Geschmack. Und das war halt auch schon vor ein paar Jahren so..
… und das nächste Mal dann mit richtiger Adresse und so, ja! Wäre ja sonst zu feige
ja, aber dann kann man das doch mal erwähnen, oder nicht?
jetzt steht da nur waterdown == schlechte band
nö, ich will nicht wissen wer alles zugriff auf die nicht veröffentlichten emailadressen hat.