Vier Monate ist es nun her, dass Jonah Matranga das letzte Mal in Köln war. Und überhaupt ist Köln, neben Paris, die einzige Stadt dieser Tour, die er noch einmal besuchen kam. Welch Ehre. Im Sonic Ballroom dieses Mal – normalerweise finden dort dreckige Punkrockkonzerte statt. Das sah man dem Laden aber auch an. Aber später dazu mehr. Vorher passierte nämlich etwas sehr schönes…
Steffi und ich lagen gerade in einem Park in der Nähe des Aachener Weihers, als sie einen Anruf von einem Kölncampusradio-Mitarbeiter erhielt, mit der Nachricht, dass Jonah in 30 Minuten im Studio erscheint. Also schnell zum Studio und warten. Jonah, seine „Vorband” Night Night und der Fahrer kamen im Studio an und mussten erst einmal sofort ins Internet. Nerds! Sehr familiäre Atmosphäre, Jonah erkannte uns sogar wieder. Das eigentliche Highlight war dann, dass wir bei der Aufzeichnung des Interviews für die Sendung „Melophon” mit dabei sein durften. Erinnert sich noch jemand an das Wohnzimmerkonzert auf Jonahs „There’s a lot in here”-DVD? So oder so ähnlich kam mir die Session auch vor. Er beantworte ein paar Fragen und spielte unter anderem auch Lieder, die wir uns gewünscht hatten. „Sadie” für Jan, „Halo” für Steffi und „Never run” für mich. Die weiteren Songs werden nicht verraten! Wow. Die Sendung kann man am Dienstag, 29.4. von 20 – 22 Uhr auf Kölncampus hören. Das Foto ist leider nicht das Beste, ich hatte nur mein Handy dabei. Verzeiht.

Circa 45 Minuten später kamen wir dann auch im Sonic Ballroom an, welcher noch nicht sehr gefüllt war, aber stetig voller wurde. Noch ein wenig gequatscht und ein Astra getrunken und dann betrat auch schon Night Night die Bühne. Dana Gumbiner ist eigentlich Produzent, aber an diesem Abend trug er ein paar Lieder auf Jonahs Gitarre vor. Ausgerüstet mit einem Beamer und einem kleinen LED-Display machte er sich an sein Werk. Leider hatte er zu Beginn mit technischen Problemen zu kämpfen, die er und Jonah dann aber in Zusammenarbeit prima gelöst haben. Seine Stimme und seine Lieder waren der perfekte Einstieg in den Abend. Kurze Technobeat-Untermalung, dann wieder ganz ohne Mikro – sehr schön. Leider habe ich es versäumt, mir im Nachhinein eine CD von ihm zu kaufen.
Ein paar Minuten später betrat dann auch Jonah die Bühne. Zu seiner Person an sich brauche ich glaube ich nicht mehr viel erwähnen. Man lese nur Katrins Bericht vom Konzert im Blue Shell. Er verwandelt jeden Raum in ein kleines Wohnzimmer mit Freunden. In sein Wohnzimmer. Und keiner fühlt sich allein. Um nur eine kleine Songauswahl zu nennen: Halo, 14-41, Mother Mary, Lukewarm, So long, I want you to be my witness, Every Mistake, Yr Letter, weiter fallen mir gerade nicht ein. Später wieder im Duett mit Night Night „Bitte ein Kuss”. Warum muss sich Jonah eigentlich dafür rechtfertigen, dass er auch mal ein fröhliches Lied spielt?
Ob es wohl an Köln liegt oder an dem Spruch, den er vielleicht auf jeden Konzert bringt, aber ihm gelungen wohl einige seiner Lieder besonders gut. Wenn das mal nichts ist. Alles in allem ein sehr gelungener Tag, Abend, Nacht, wie auch immer.

wow. toll. ich will ihn auch mal wieder sehen…hm