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Amiina, Gebäude 9, Köln, 18.10.2007

Oktober 21st, 2007 · 2 Comments · Konzerte Twittern!

Ja, wie schreibt man denn am Besten einen Konzertbericht? Und noch dazu bei solch einem doch recht anspruchsvollem Konzert? Die Probe auf’s Exempel:

Der Tag an sich war schon sehr anstrengend, von 8 Uhr bis 17 Uhr an der Fachhochschule gewesen, dememtsprechend war ich auch schon sehr kaputt und dachte anfangs darüber nach, erst gar nicht hin zu gehen. Aber ich hatte ja schon meine Karte vorher gesichert. Von daher viel diese Option aus. Also machte ich mich nun doch auf zum Gebäude 9.

Viel Raum, Zeit und das passende Publikum

Viele Menschen waren nicht anwesend. Vielleicht so geschätzte 100 Personen. Woran das lag kann ich nicht erklären. Aber das Tat dem Ganzen nichts. Ich sah die vier Isländerinnen, wie bestimmt auch viele andere, schon damals im Palladium als Vorband von Sigur Rós. Vielleicht hatten dadurch viele große Erwartungen. Aber sie sollten nicht enttäuscht werden. Damals hatten Amiina nicht den Raum, die Zeit und das Publikum um sich voll entfalten zu können. Dieses Mal aber war es anders.

Amiina begannen mit einem Knistern und Knacken, was ich anfangs für Regen hielt. Aber nach genauem Hinhören erkannte ich ein typisches Lagerfeuerknistern. Die Musik an sich zu beschreiben ist schon schwer, von daher vielleicht ein kleiner Blick auf die verwendeten Instrumente. Alle nur möglichen Sachen wurden zum Klingen gebracht. Unter anderem die schon vielleicht bekannte Säge, ein Cello, verschiedene Synthesizer, verschiedene Gitarren, Xylophone, Weingläser und Violinen. Ob nun gestrichen, gezupft oder geklopft, faszinierend allemal.

Musik, die im Raum stehenblieb

So bewegten sich nun die vier Frauen ruhig auf der Bühne, machten scheue Ansagen, wechselten sachte und stetig ihre Instrumente und machten Musik, die im Raum stehenblieb. Man brauchte nur noch seine Augen schließen. Auf die einzelnen gespielten Lieder kann und will ich nicht weiter eingehen, da ich sie wieder schreiben, noch aussprechen kann. Verzeiht. Aber das ist ja nicht weiter schlimm, oder?

Ein etwas poppiger Song zum Ende hin fiel ein wenig heraus, aber ansonsten blieb es doch bei Musik für den Herbst und ein warmes Herz.

Alles in allem: Eins der wohl schönsten Konzerte in letzter Zeit! Perfekt für die Jahreszeit. Und eh man sich versieht, fällt auch schon der erste Schnee.

Links: Amiina Homepage

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2 Comments so far ↓

  • Kristin

    Amiina und Sigur Ros zur gleichen Zeit in Deutschland, aber nicht zusammen auf einer Bühne. Eigentlich etwas schade. Dafür habe ich die netten Damen gestern im ehrenwerten Admiralspalast/ Berlin auf der großen Leinwand gesehen (im Sigur Ros Film “Heima”) und durfte dazu noch einem Acustic Set der großartigen Sigur Ros lauschen. Einfach herrlich. Mit einer Gänsehaut entschwand ich danach in die deutsche Kälte, die mir Island noch näher brachte, als es die Isländer an diesem Abend eh schon taten.

  • uta

    ich finde den bericht schön. gerne wäre ich dabei gewesen. ich war ja auch im admiralspalast in berlin zugegen. da wars schade und gut gleichzeitig dass amiina nicht dabei waren.

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