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Review: Bayonets – Wishes & Wishes

November 20th, 2009 · Plattenkritik Twittern!

Bayonets. Aus Großbritannien. Neuer Stern am Indiehimmel? Oder nur eine kleine Sternschnuppe? Lest und hört selbst, Sarah hat ein wunderbares Review geschrieben:

Bayonets – „Wishes & Wishes“

Bayonets - Wishes & Wishes CoverVier junge Musiker aus England bringen ihr erstes Album auf den Markt – das an sich lässt kaum noch aufhorchen, bei der Flut  an Veröffentlichungen, die stetig aus Richtung GB schwappt. Bei den Bayonets mit ihrem Debüt „Wishes & Wishes“ merkt man jedoch bereits nach den ersten Minuten, dass ihre Musik  etwas Besonderes und so Großartiges ist, dass man sie einfach nicht auf dieser 08/15-Welle einiger britischer Newcomerbands mitschwimmen lassen will.

Würde einem nicht gesagt, dass es sich bei dieser Glanzleistung um ihr Erstlingswerk handelt, man würde es an keiner Stelle der Dreiviertelstunde Musik vermuten. Vergleiche mit den grandiosen Brand New kommen auf und das zu Recht. Nicht zuletzt wegen Songs wie „Trample City, J-heat + Snow Days“ und „Death Threats“. Ersteres fühlt sich an wie zwei Songs verbunden zu einem stimmigen Gesamtstück. Das zwar sehr puristisch inszenierte aber trotzdem unheimlich tiefgehende „Death Threats“ beweist, dass die Briten auch mit ruhigen Stücken absolut überzeugen können. Dieses Album bietet alles was das Brand New-ishe Herz begehrt: Hervorragende Gitarrenriffs in Kombination mit melodischen Parts und einer zwar nicht perfekten, doch gerade deshalb ausdrucksstarken Stimme, die sowohl laut als auch mit einem Hang zum Weinerlichen gut funktioniert.

Die blutjungen Briten (alle Vier kaum in den Zwanzigern), die ambitionierter kaum klingen könnten, schaffen es in nur acht Songs eine Bandbreite von Können und Vielfältigkeit aufzuzeigen, dass man sie selbst mit viel Anstrengung kaum in eine existierende Schublade zwängen könnte. Die Leidenschaft an der Musik schwingt in jedem einzelnen Ton mit und überzeugt so sehr, dass man am liebsten sofort alle seine Freunde anrufen möchte um zu sagen: Die müsst ihr euch unbedingt anhören!

Besser kann ein erstes Album kaum sein und es macht so viel Lust auf alles was dort an musikalischem Output noch kommen mag. Alle Daumen hoch und unbedingt hören, hören, hören. Und sehr wahrscheinlich lieben!

Bayonets Promobild

Links:

Wishes & Wishes @ Walnut Tree Records
Bayonets Myspace
Interview: Tom Beck von Walnut Tree Records

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Winter took his life w/ Cedarwell & Madamm, King Georg, Köln, 16.11.2009

November 18th, 2009 · Konzerte Twittern!

Konzertflyer

Konzertflyer

Kleine Konzerte sind immer die besten. Gering besuchte, in winzigen Clubs oder Bars, mit wenig Platz, aber viel Raum für Charme und schöne Momente. So geschehen am Montag, im gerade relativ angesagten King Georg am Ebertplatz in Köln. Am Wochenende herrscht regelrecht Hochbetrieb, was sich in Schlangen vor dem Einlass und mit Einlass nach Erlaubnis zeigt. Aber am Montag war das nicht so. Geschätzt 25 Menschen gesellten sich in das ehemals zwielichte Etablissement. Ein Schweden-USA-Schweden-Trio hatte geladen. Susanna Brandin alias Winter took his life, Erik Neave alias Cedarwell und Tammy Madamm aka Madamm. Göteburg-Sheboygan (Wisconsin)-Göteburg. Frau-Mann-Frau. Wie auch immer – die Mischung war sehr gut. Winter took his life dürfte dem geneigten Hörer durch ihre gemeinsame CD mit Björn Kleinhenz bekannt sein (Blood bone / Home alone 2). Ursprünglich sollte die Schwedin Hajen den Part neben WTHL und Cedarwell übernehmen, sie war jedoch krank und blieb in Schweden.

Was war das also für ein Abend? Anfangs dachte ich, dass die drei nacheinander auftreten würden, dem war aber nicht so. Aus drei mach eins hieß es. Ein Kollektiv dreier wunderbarer Singer / Songwriter, die ihre Lieder abwechselnd und miteinander vortrugen. Ganz zurückhaltend wurde noch beim ersten Lied gespielt und gesungen. Keyboard, Schlagzeug, eine Art Glockenspiel, Akustik- und E-Gitarre wurden rotierend bespielt, jeder durfte mal an das Mikrofon, oder auch alle gleichzeitig. Spätestens jedoch beim zweiten Lied, „Untitled“ von Cedarwell, wurde es etwas lauter und emotionaler. Doch wurden die Lieder nie zu laut; manchmal aber, speziell bei den Liedern von Madamm, wurde es rockiger und aufbrausender. Sie gefiel mir leider mit ihrer Stimme nicht so ganz – erinnerte sie mich doch zu sehr an Sheryl Crow und an eine dreckige, versiffte USA-Bar mitten im nirgendwo, wo eine Country-Sängerin vor einem besoffenen Publikum auftritt. Oder der Garage-Rock-Stil ist einfach nicht meins. Besonders begeisternd war Cedarwell. Er ist so ein Sänger, der allein mit seiner Stimme so viel Raum einnimmt, dass man sich von so viel Schönheit fast überwältigt fühlt. Manchmal zitternd, manchmal überschlagend, manchmal lauter, doch immer ergreifend. Kleine Kostprobe gefällig?

Cedarwell – Burn Up The Sky:Which One?

Winter took his life spielte neben den Liedern auf der Gitarre auch ein paar Balladen auf dem Piano, obwohl sie nach eigener Aussage gar kein Piano spielen kann. Auch sie hat so eine Stimme, die fesselt und träumen lässt. Alle drei Stimmen zusammen ergaben den perfekten Sound für diesen Abend. Zum Schluss wurde sogar noch die Ukulele herausgekramt und ein paar Lieder auf ihr gespielt – sehr zum Entzücken des Publikums. Noch flugs die Setliste ergattert und mit beruhigtem Herzen nach Hause. Fehlten eigentlich nur noch die Schneeflocken.

Setliste:

  • Lucky star
  • Untitled
  • Secret girl
  • Harbor boogie
  • Valsen
  • You, you, you
  • Nothing ever…
  • Lost me
  • Who to blame
  • Santa
  • When you said you headed home
  • Burn up the sky
  • Wisconsin skies
  • Lately I’ve been so blue
  • You aren’t enough

Links:

Winter took his life Myspace
Cedarwell
Madamm Myspace

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Vorstellung: .dunctonwood-Webradio – Liebe auf den ersten Ton

Oktober 16th, 2009 · Allgemein Twittern!

Da der Player hier nun schon seit ein paar Tagen eingebunden ist und ich schon seit langem dieses Projekt vorstellen wollte, nun aus aktuellem Anlass endlich der Beitrag.

Gelangweilt und genervt vom ständig-gleichen Gedudel im Rundfunk? Last.fm gibt auch nicht das gewünschte Programm wieder? Dann probier doch einmal etwas mit viel Herz. Hier ein Zitat aus der Selbstbeschreibung:

.dunctonwood ist eine Internetradio-Station aus dem laut.fm-Programm. Abseits der etablierten Stationen möchte wir ein Programm bieten, welches man mit all seiner Bandbreite zu schätzen weiß. Hier treffen eingängige Inde-Hits auf verspielte Postcore-Songs, brachialer Math paart sich mit intrumentalem Post-Rock. Nur eines haben die Songs Gemeinsam, die ehrliche Leidenschaft, welche in ihnen schlummert.

Doch .dunctonwood ist viel mehr als das. Hier wird jede noch so kleine Nische bedient und man merkt nicht nur im eigenen Forum, wieviel Liebe und Herzblut in dieses Projekt gesteckt wird. Eine neue Homepage folgt bald, neue Grafiken sind in der Abnahme und bald folgt auch das zweite vom Team veranstaltete Konzert. Am 5.12. im JKC Troisdorf mit den gnadenlos guten andorra~atkins und Rockwell + Ashes of Pempeii. Das alles für nur 4€ im VVK mitsamt Button und Chance auf ein T-Shirt. Ein Abend mit Freunden.

Ach ja, ich habe da auch eine Sendung. Zusammen mit Torsten. Diesen Sonntag ist Premiere, 20-22 Uhr. Songs we hope our moms will like. Singer-Songwriter, Indiepop, Dreampop. Unbedingt reinhören! Vielleicht auch bald in echt. Aber mehr wird noch nicht verraten.

Links:
www.laut.fm/dunctonwood
www.myspace.com/dunctonwood

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